Schwammerl

Im letzten Jahr habe ich so viele Schwammerl wie noch nie im Wald gesehen und fotografiert. Ich fand es sehr entspannend ein paar Motive zu aquarellieren und auf dem iPad (Update folgt demnächst) zu malen. Hierbei konnte ich mich schon mehr auf die Farben und den Kontrast konzentrieren, da die Form der Pilze an sich recht einfach ist. Wobei biologisch korrekt natürlich der Begriff Fruchtkörper wäre, der mit dem unterirdisch wachsenden Myzel zusammen den Pilz verkörpert. Aber das nur am Rande. 

 

Pilze fand ich schon seit der Schule interessant und auch im Studium faszinierten sie mich. Ich weiß noch wie es mich in Erstaunen versetzte, als ich den Lehrer sagen hörte, Pilze seien keine Pflanzen, aber auch keine Tiere und dass sie näher mit den Tieren verwandt sind als mit Pflanzen.

 

Das Bild dieser Pilzgruppe malte ich nach einer Fotografie. Die Pilzköpfe waren strahlend weiß, also ließ ich das Papier durchschimmern und war sehr sparsam mit etwaigem Schattenwurf auf den Kappen. Hier geht es zur Galerie Aquarell.

Umweltsünden

Zuletzt habe ich nicht mehr allzu viel am iPad gemalt, da Aquarell und Gouache die letzten Wochen Vorrang hatten. Einige ältere Bilder lagen daher schon seit Ende letzten Jahres unbeachtet in meiner Procreate-Galerie und harrten der Dinge, die da kommen werden. Darunter auch die "Umweltsünden". Dieses Bild habe ich noch mühsam ohne Clipping-Masken gemalt, da ich zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste, dass es so etwas Fabelhaftes gibt. :-) Nun, dafür lernt man jedes Mal etwas dazu. 

 

Wenn ich mit dem Zug in die Heimat fahre und die Strecke über Ulm nehme, sieht man in der Ferne Wasserdampfschwaden vom Kernkraftwerk Gundremmingen aufsteigen. Ich denke dann manchmal an Prypjat und den folgenschweren Unfall im nahe gelegenen Kraftwerk. Zwar war ich zum Zeitpunkt der Katastrophe noch zu klein, als dass ich eine Erinnerung daran gehabt hätte, doch kürzlich sah ich einen Bericht über Geisterstädte, in dem auch Prypjat erwähnt wurde. Es ist doch erschreckend, dass ein plötzlicher Fehler im System, zu einer fatalen nicht zu stoppenden Kettenreaktion führen kann. Und auch unbeantwortet bleibt die Frage, warum Atomkraft überhaupt über einen derart langen Zeitraum so intensiv unterstützt wurde und wird, wenn doch von vorn herein klar war, dass der radioaktive Abfall weder entsorgt, noch wiederverwertet werden kann. Nein, er muss eine Million Jahre "sicher" verwahrt werden, was bisher ein ungelöstes Problem darstellt.

 

Das Video zum Bild gibt es hier unterhalb zu sehen oder in voller Größe direkt auf meinem Farboretum Youtube Kanal.

 

Aquarell mit reduzierter Palette

Die Farbwahl beim Malen ist an sich schon eine kleine Herausforderung, wie ich finde – sofern man sich nicht akribisch an sein Referenzfoto hält. Vor Kurzem sah ich eine Künstlerin, die sich im Voraus eine Palette mit vier harmonischen Farben zusammenstellte, um nur mit diesen ihr Motiv zu kolorieren. Ich fand das sehr spannend und inspirierend. Im Vordergrund steht dann nicht so sehr das Mischen, sondern das Platzieren der Farbtöne. 

 

Da ich generell sehr fasziniert vom Sternenhimmel bin, wollte ich unbedingt diesen in Kombination mit dem Mond und einem Tiefseefisch auf's Papier bringen. Sozusagen etwas, was ganz oben und ganz unten existiert und unter normalen Umständen nie zusammen zu sehen ist. Das hat sehr viel Spaß gemacht!

 

Wahrscheinlich hatte ich die Farbkombination Magenta-Indigo-Coelinblau noch unterbewusst abgespeichert, denn ohne mir dessen bewusst zu sein, malte ich den Brenzursprung zwei Wochen später in sehr ähnlicher Manier. :-) Beide Aquarellskizzen gibt es in der Galerie-Aquarell zu sehen. 

Mal was Neues: Gouache

Seit Weihnachten bin ich im Besitz einiger Gouache-Farben (danke Dani ;-)).  Im Januar habe ich erst zögerlich und dann bestimmter angefangen, mich damit vertraut zu machen. Zunächst nahm ich mir einige unserer Zimmerpflanzen vor, dann ein Motiv von unserem Besuch der Gartenschau im letzten Jahr, dann den Apfelstrudel, den wir in Wien gegessen haben.

 

Die Farben funktionierten recht gut auf meinem Aquarellpapier und in meinem Skizzenbuch. Und da sie außerdem deckend zu gebrauchen sind, konnte ich im Anschluss einen Versuch auf alten Kartons wagen, die ich schon seit Jahren für nicht definierte Zwecke aufbewahrt habe. Entstanden ist ein Flamingo mit Flamingoblume und eine Kannenpflanze. 

 

Es ist erstaunlich, dass mir das Malen mit Gouache inzwischen gut gefällt, denn vor langer Zeit habe ich überhaupt nicht verstanden, was man an Farben gut finden kann, die sich nach dem Trocknen immer wieder anlösen lassen. Das ist nämlich eigentlich das, was mich an der Acrylmalerei stört: dass die Farben ratzfatz trocknen, bevor man einen schönen Übergang schaffen kann. Mit Gouache konnte ich mir schön Zeit lassen, denn ich wusste ja, dass ich im Zweifelsfall korrigieren kann.

 

Alle Gouachebilder habe ich heute in einer neuen Galerie zusammen gefasst: 

Galerie -Gouache

 

 

Illustrierter Saisonkalender

Mein Saisonkalender ist fertig gedruckt! Seit der Idee im Januar 2019 ist also genau ein Jahr vergangen.  Begonnen hat alles mit dem Sammeln von Ideen im Februar 2019. Bald hatte ich Listen der Obst- und Gemüsesorten beisammen und legte fest, welche Technik ich für die Gestaltung welchen Monats verwenden möchte. Natürlich nur, um einige Wochen später wieder den Großteil zu verändern.

 

Im August hatte ich die meisten der Mal- und Illustrationstätigkeiten hinter mich gebracht und arbeitete dann an den Layouts. Zum Glück habe ich mit dem Affinity Designer ein tolles Programm an der Hand, das mich wirklich fabelhaft unterstützt hat. Im September und Oktober gestaltete ich dann die verbleibenden drei Monate, machte letzte Bildbearbeitungen und überarbeitete nochmals alle Layouts. Im November startete die Endphase. Ich verbesserte den Probedruck (vielen Dank an Wolfgang!), prüfte die technischen Daten für die Druckerei und schrieb den Text für das letzte Kalenderblatt (vielen Dank an Sarah für die Verbesserungsvorschläge!).

 

Letztendlich gab ich die Druckfreigabe Ende November und erhielt meine Exemplare des Saisonkalenders Mitte Dezember. Eigentlich hatte ich geplant, den Kalender vor Weihnachten im Onlineshop einzustellen, doch es klappte leider nicht mehr. Umso mehr freut es mich, dass ich ihn gestern durch ein denkwürdiges Fotoshooting jagen konnte, um ihn dann heute im Shop verfügbar zu machen. Ich bedanke mich nochmal ganz doll bei allen, die mich während des letzten Jahres - in welcher Hinsicht auch immer - unterstützt haben. 

 

Herzliche Grüße und ein gutes neues Jahr!

Sandra

Wortkleckse (2) Kleines Moos

Als das kleine Moos vom ersten Sonnenstrahl des Frühlings geweckt wurde, begann es, den frischen Tau aufzunehmen. Saftig und grün saß es zwischen Zweigen und Laub verborgen. Der letzte Schnee schmolz und das kleine Moos beschloss zu wachsen, um weiteren Waldboden in Besitz zu nehmen und die Welt zu entdecken. Die Tage vergingen und das kleine Moos fühlte sich sehr wohl. Kleine Baumkinder nutzten die Wärme. Sie keimten, schossen schnell in die Höhe und reckten ihre hellgrünen Blätter den spärlich nach unten dringenden Sonnenstrahlen entgegen. Schatten fiel auf das kleine Moos und es blickte argwöhnisch nach oben. Schneeglöckchen, Veilchen, Märzenbecher und Buschwindröschen blühten bald in den prächtigsten Farben. Das kleine Moos ärgerte sich ein wenig, denn es selbst konnte nur sehr langsam wachsen und hatte nicht die Möglichkeit größere Höhen zu erreichen, so sehr es sich auch bemühte.

 

Der Frühling verging. Während Bäume, Sträucher und Baumkinder ein dichtes Blätterdach ausbildeten, befand sich das kleine Moos immer noch am schattigen Waldboden. Der Sommer lockte Insekten in den Wald, die emsig von Blüte zu Blüte flogen. Das kleine Moos begann sich einsam zu fühlen. Warum konnte es nicht erreichen, was die anderen Pflanzen so spielend erreichten? Das kleine Moos beobachtete wunderschöne Blütenpflanzen, die von Nektar sammelnden Bienen besucht wurden. Sträucher brachten süße Beeren hervor, von denen sich die Waldtiere ernähren konnten. Die Samen der Bäume wurden von emsigen Waldvögeln und Eichhörnchen gesammelt. 

 

“Wozu bin ich gut?”, fragte sich das kleine Moos. Und als es darauf keine Antwort fand, wurde es sehr traurig. Der Sommer ging in den Herbst über. Das kleine Moos hatte beschlossen, nicht mehr zu wachsen, denn es sah einfach keinen Sinn darin. Die Luft wurde schnell kühler und Nebelschwaden zogen durch den Wald, als die ersten Blätter von den Bäumen fielen. Doch das kleine Moos konnte sich nicht an der Farbenpracht erfreuen. Vielmehr beäugte es die Fruchtkörper der Pilze, die in großer Anzahl aus dem Boden kamen, um ihre Sporen vom Wind verteilen zu lassen. Mitten durch das kleine Moos zwängte sich ein schönes Exemplar mit roter Kappe. Und obwohl das kleine Moos wusste, dass von dieser Rotkappe keine Gefahr ausging, da sie sich doch mithilfe ihrer Baumfreunde ernährte und dem kleinen Moos nichts würde streitig machen, ärgerte es sich erneut. Warum konnte es nicht auch Blüten ausbilden oder kleine Beeren tragen? Warum konnte es nicht auch nützlich sein?

 

Das kleine Moos zog sich nun ganz in sich zurück und wollte am liebsten gar nichts mehr von der Welt wissen. Das Laub der Buchen und Eichen bildete inzwischen eine stattliche Schicht über dem Waldboden und schirmte das kleine Moos ab. Plötzlich konnte es kleine Bewegungen zwischen seinen Ästchen und Blättchen wahrnehmen. Die Traurigkeit und der Ärger des kleinen Mooses hatten im Laufe des Jahres alles überlagert, was direkt zu seinen Füßen passierte. In der Stille des Spätherbstes begann es nun zu lauschen und zu beobachten. Das kleine Moos war erstaunt, wie vielen Kleinstlebewesen es offenbar als Lebensraum diente. Das Interesse des kleinen Mooses war geweckt. Mit der Zeit bekam es mit, dass sich putzmuntere Tierchen wie Springschwänze, Bärtierchen und Käferchen bei ihm wohl fühlten. Schnell war ihm klar, dass die kleinen Bewohner Feuchtigkeit liebten und es begann, das Wasser, das es über das Jahr hinweg gespeichert hatte, an besonders trockenen Tagen an die Umgebung abzugeben.

 

Das kleine Moos freute sich über diese kleine Welt, die sich ihm so unerwartet eröffnet hatte. Die Tage vergingen. Als der Winter sich ankündigte, verschwanden die kleinen Bewohner in ihr sicheres Winterquartier. Nur die Bärtierchen, die das kleine Moos besonders lieb gewonnen hatte, ließen sich nicht von Schnee und Kälte beeindrucken. Als sich nichts mehr um es herum regte, begab sich auch das kleine Moos zur Winterruhe. Zufriedenheit legte sich über die Blättchen und Ästchen wie Schnee über eine raue Landschaft, und glättete alle Wogen. Das kleine Moos wusste übrigens zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass es in Zukunft noch so viel mehr entdecken würde. Zum Beispiel, dass sowohl Baumkinder, als auch Frühlingsblüher gerne in Moosen keimten und Pilze besonders gerne in der Nähe dichter Moospolster wuchsen. Bis dahin sollte allerdings noch viel Zeit vergehen. Vorerst schlummerte das kleine Moos im Verborgenen und träumte vom nächsten Frühling.

 

Etwas Neues ausprobiert: Linolschnitt

Einer meiner Kunstlehrer hatte sich auf großformatige Linolschnitte von mehreren Metern Seitenlänge spezialisiert. Da ich damals die Kunst-AG besuchte und er uns eines Tages zu sich einlud, konnten wir seine Arbeiten im Keller seines Hauses ansehen. Damals hat mich die Technik nicht wirklich interessiert. Ich weiß nicht genau, ob es daran lag, dass die Linoldrucke meines Kunstlehrers eben nur Schwarz-Weiß waren und in der Motivwahl eher... sagen wir speziell. Ich hatte schon zur Kaltnadelradierung keinen richtigen Zugang gefunden und blieb lieber beim Zeichnen und Malen mit Farbe. 

 

In den letzten Wochen habe ich mich intensiv mit der Arbeit an meinem Saisonkalender beschäftigt. Jedes Kalenderblatt wird mit Illustrationen von Obst und Gemüse in einer bestimmten Technik gestaltet sein und Listen enthalten, die zeigen, welches Obst und Gemüse derzeit Saison hat. Für den letzten Monat Dezember fehlte mir eine passende Technik und ich mochte den Gedanken ganz gerne, diesen in Schwarz-Weiß zu gestalten. Nachdem ich mir einen Überblick verschafft hatte, entschied ich mich kurzerhand dazu, passendes Material zu bestellen, Skizzen anzufertigen und schließlich dem Linolschnitt eine Chance zu geben. Mein erster Eindruck ist positiv, wenn auch mit einem kleinen Wermutstropfen. Das Schneiden an sich fiel mir zum Großteil recht schwer. Ich bin mir nicht sicher, ob es am Werkzeug liegt oder ob die Linolplatten zu hart sind. Wobei ich auch feststellen musste, dass der feinste Hohlbeitel schlechter durch das Material gleitet, als der mittelstarke. Wobei "gleiten" schon eher zu viel gesagt ist. Eventuell hätte ich bei der Werkzeugwahl doch in etwas Hochwertigeres investieren sollen, damit ich nicht ständig abrutsche und die Verletzungsgefahr steigt. Nicht, dass das Fachbuch nicht darauf hingewiesen hätte. Abgesehen davon hatte ich meinen Spaß und das Drucken war eine schöne Erfahrung. Ich habe mir dann gleich noch ein extra Blatt voller Gemüse für das Arbeitszimmer bedruckt, das nun dekorativ an der Wand hängt. Ich habe schon weitere Ideen für diese Technik, die aber momentan noch warten müssen, bis der Saisonkalender in Druck geht. 

Glühende Meerespflanzen

Und schon wieder ein digital gemaltes Bild, mag sich so mancher denken. Nachdem ich zuletzt vermehrt an meinem Saisonkalender weiter gearbeitet und nebenbei meine Acrylfarben wieder ausgepackt hatte, blieb bei mir keine kreative Motivation für Aquarell übrig. Dementsprechend sitzt mein Aquarellkasten  im Regal und wirft einem gewissen häufig zur Hand genommenen iPad säuerliche Blicke zu. 

 

In dieser imaginären Unterwasserszene konnte ich üben, wie man aufsteigende Luftblasen darstellen kann. Des Weiteren habe ich mich an dem rötlichen Glühen versucht. Das wirkt eigentlich schon ganz nett, doch beim nächsten Mal werde ich in einer zusätzlichen Ebene den Widerschein des Lichtes auf anderen Objekten hinzufügen, damit es noch realistischer wirkt. Procreate bietet tolle Funktionen, mit denen man Ebenen hinsichtlich der Farbe und des Kontrastes verändern und damit recht einfach Tiefe erzeugen kann. Weiter entfernte Objekte lassen sich so heller, dunkler oder undeutlicher darstellen, was man an diesem Beispiel anhand der weit entfernten Luftblasen und Stängel erkennen kann. Wer sich dafür interessiert, wie das Bild von der Zeichnung bis zur Ausarbeitung entstanden ist, kann sich das Video dazu unten ansehen oder direkt auf meinem Farboretum Kanal bei Youtube. Die glühenden Meerespflanzen habe ich außerdem in die Galerie Digital hochgeladen.

 

Mondaufgang - Reflexionen im Digitalen Malen

Ich bin weiterhin recht fasziniert von den Möglichkeiten, die Digitales Malen bietet. Bis auf die ungünstig spiegelnde Oberfläche des iPads, sind mir noch keine Nachteile aufgefallen. Gut, man könnte argumentieren, dass spontane Farb- und Klecksaufträge entfallen, die ein Bild spannend machen. Außerdem kann man die Anmutung eines echten Aquarellbildes nicht nachempfinden. Ansonsten macht es aber einfach nur Spass und ich muss mich nicht um verschwendete Malmaterialien sorgen, falls ein Bild so gar nichts werden mag.

 

Als ich vor gut einer Woche ein Tutorial verfolgte, in dem der Künstler zeigte, wie man in Procreate Reflexionen erzeugen kann, war ich infiziert und habe danach ein eigenes Bild entwickelt, um das wiederholt zu testen. Allerdings verschwinden die Reflexionen ein wenig im unteren Nichts. Erst nach und nach habe ich beschlossen, eine Weltraumszene zu malen. Es kam eine kleine galaktische Skyline hinzu, ein weiterer Planet am Himmel und zwei Figuren im Vordergrund, die den aufgehenden Mond betrachten. Am Ende fügte ich noch ein paar Nebelschwaden hinzu und verzichtete auf einen weiteren Planeten und Raumschiffe am Himmel, da das die Szenerie überladen hätte. Ich wollte ja ein ruhiges Bild malen. Im Film sieht man aber noch die Versuche und wie ich die Elemente wieder lösche. Das Bild gibt es in der Galerie Digital zu sehen und das Video entweder hier unter dem Beitrag oder direkt auf meinem Youtube-Kanal.

 

Aquarellkurs im Ebenböckpark

Ende Juli hatte ich mich für einen weiteren Aquarellkurs angemeldet. Schon zu Beginn hat es etwas geregnet, sodass wir den Kurs in einem der nahe gelegenen VHS-Räume mit einigen Blumenstrauß-Klecksübungen (siehe Galerie Skizze & Collage) begannen. Gegen Mittag kam die Sonne vorbei, sodass wir in den Ebenböckpark umziehen konnten. Ich suchte mir einen Platz nahe der zentral platzierten Statue aus Stein. Leider war ich dort der direkten Sonne ausgesetzt und ausnahmsweise weder mit Sonnenschutz, noch mit Sonnenbrille ausgerüstet. Die Kursleitung installierte daraufhin einen Regenschirm am Griff meines Rollkoffers, sodass ich es eine Weile dort aushalten konnte. Dankeschön! :-) Ich schaffte dann letztendlich eine blasse Skizze, bis erneut dunkle Wolken aufzogen und wir uns bei den ersten Tröpfchen ins Ebenböckhaus zurück zogen. Einige Minuten später verhinderte ein abnormal starker und langer Regenguss, dass wir trockenen Fußes zum VHS-Gebäude gelangen konnten. Erst einige Zeit danach und nur kurz bevor der Kurs enden sollte, trafen die letzten dort ein. Sowohl das Bild der Statue, wie auch die kleinere Skizze vom Park, malte ich in den Tagen nach Kursende fertig. Es war trotz des Wetters ein schöner Tag. Ich habe wieder neue Malutensilien kennen gelernt und habe mitbekommen, dass man aus Ultramarin und Siena gebrannt ein recht angenehmes Grau mischen kann. Das habe ich dann sofort an der Statue ausprobiert (siehe Galerie Aquarell). Am späten Nachmittag war ich mit meinen Eltern beim Italiener um die Ecke. Herrlich!

Aquarellskizzen im Garten

Im Juli war ich für eine längere Zeit bei meinen Eltern zu Besuch. Die beiden haben einen wunderschönen Garten, der zu dieser Zeit besonders toll mit Blüten geschmückt war. Mir gefielen in diesem Jahr besonders der Lavendel, die Rosen und die Wildblumenflecken in der Wiese. Meine Mutter hat dort eine "Bienenmischung" gesät, sodass man auch Blumen bewundern kann, die man in der freien Natur nicht so häufig zu Gesicht bekommt. Meinem Empfinden nach gibt es nur noch wenige Gebiete abseits der Monokulturen, in denen Wildblumenwiesen ungestört bis zur Blüte wachsen dürfen. Umso interessanter fand ich es, mit dem Smartphone die einzelnen Arten grob bestimmen zu können. Neben Kornblume, Pippau und Hornklee wuchs dort auch Natternkopf, Buchweizen, Phazelie und Nelkenleimkraut.

 

An zwei Tagen hatte ich Zeit, um im Garten Aquarellskizzen anzufertigen. Beim ersten Mal setzte ich mich vor den Kübel mit Nutzpflanzen auf der Terrasse. Die kleinen Tomaten wurden bereits rot und es hingen noch viele grüne am Strauch. Gemalt habe ich einen kleinen Ausschnitt von einem der Äste. An einem anderen Tag suchte ich mir einen Platz, von dem ich die hellrosa Malven gut im Blick hatte. So saß ich dann eine ganze Weile bienenumschwärmt auf der Wiese, bis es anfing zu regnen. In weiser Voraussicht hatte ich ein Foto gemacht, sodass ich die Skizze später noch ergänzen konnte. Tomaten und Malven gibt es wie immer in der Galerie Aquarell zu sehen.

Davids Meereswellen auf Cornwall

Der Urlaub in der Toskana hat bei mir noch ein bisschen nachgewirkt. Wir waren an einem der Tage in Florenz und besuchten unter anderem die Accademia di Belle Arti. Da man dort ohne Blitz fotografieren durfte, machte ich einige Fotos von Michelangelos David-Statue, die dort im Original zu sehen ist. Einige Zeit zuvor sahen wir die Nachbildung vor dem Palazzo Vecchio und ich konnte natürlich keinen Unterschied feststellen. Aktuell male ich im Hahnemühle Selection- Block, der eine große Auswahl an unterschiedlichen Qualitäten bietet. Zu diesem Zeitpunkt war der Aquarellkarton "Cornwall" (450 g/ rau) freigelegt, der die Aquarelle laut Beschreibung durch seine unregelmäßige Struktur noch plastischer wirken lässt. Eigentlich wie geschaffen für eine Aquarellskizze von einer Plastik. Ich wählte dementsprechend ein Foto einer Nahaufnahme der Kopfregion, weil ich schon seit längerem die Farbverläufe bei einem Porträt üben wollte. Ich beschränkte mich bewusst auf eine reduzierte Farbpalette mit Mischungen von Cadmiumrot, Neapelgelb, Manganviolett und Dunkelrot.

 

Bevor ich mit dem David anfing, malte ich auf einem weiteren "Cornwall"-Karton (450g /matt) eine Meeres-Szene mit Strand und Brandung. Ich hatte Glück, denn auch diesmal passte das Motiv zum Papier. Laut Beschreibung eignet es sich gut für strahlend gleichmäßige Farbverläufe bei der Nass-in-Nass-Technik. Bei dieser lockeren Übung habe ich wieder einmal Wolken in den Himmel getupft, ein schönes Türkis zusammen gemischt, die Brandung und Lichtreflexe im Meer mit Rubbelkrepp ausgespart und den Strand körnig gesprenkelt. Das hat alles sehr viel Spaß gemacht und ich hoffe, dass ich bald wieder ein Motiv mit Meerblick male, bei dem ich diese Techniken einsetzen kann. Den David und die Meereswellen gibt es in voller Größe in der Galerie Aquarell zu sehen.

Im Stadtpark

Im Mai waren wir zu Besuch in Nürnberg und dort habe ich bei einem Spaziergang im Stadtpark ein stimmungsvolles Foto gemacht. Anhand dessen habe ich eine Aquarellskizze angefertigt. Der rechte Teil des Fotos war durch das Gegenlicht sehr dunkel durch die vielen Schatten des Baumes. Daher habe ich mich sehr zurück gehalten, dort zu viel Pigment aufzutragen. Im Originalbild nimmt man viel deutlicher den warmen Farbton auf der Innenseite des Torbogens wahr, der von der Abstrahlung des Sonnenlichts von den rötlichen Pflastersteinen herrührt. Diese Bildstelle gefällt mir besonders gut.

 

Kürzlich habe ich ein Video gesehen, bei dem erklärt wurde, wie man Reflexionen meistern kann. Dabei erwähnte der Künstler, dass er sehr oft gefragt werde, wie er dies oder jenes beim Malen anginge oder löse. Sein Kommentar dazu war, dass man neben all den Techniken und Tutorials eines nicht vergessen darf: hinsehen, hinsehen und nochmal hinsehen. Aufmerksamkeit und Zeit zum Beobachten sind der Schlüssel zu vielen Schwierigkeiten im Aquarellmalen. Und darin kann ich ihm voll und ganz zustimmen. So habe ich wahrscheinlich auch den Torbogen-Farbton "gefunden", der die Bildstelle für mich persönlich nochmals aufgewertet hat.

Es scheint immer unmöglich...

Neulich fiel mir ein Foto von Stahlstützen vom Bau in die Hand und ich skizzierte einen Ausschnitt davon in meinem Aquarellskizzenbuch. An dem Tag hatte ich wohl einen Knick in der Optik, denn erst nach dem Kolorieren entdeckte ich die perspektivischen Ungenauigkeiten. Das fällt natürlich bei einem technischen Motiv eher ins Gewicht, als bei einem floralen oder organischem. Nach einer ersten heftigen Phase der Unzufriedenheit habe ich dann beschlossen die Kanten mit Fineliner nach zu ziehen und extra zu betonen. Letztendlich sollte man wohl Übungen einfach als Übungen betrachten. Spaß hatte ich ja trotzdem beim Malen und darauf kommt es schließlich an. Letztendlich ist es Wichtiger, dass nicht das Endergebnis im Fokus steht, sondern das Tun an sich. Leider vergessen wir das oft im Alltag, in dem Produktivität und Leistungsdruck auf einem erhöhten Podest zu stehen scheinen. Wenn man sich das immer wieder bewusst macht, geht man automatisch lockerer mit sogenannten Fehlern um. Wenn es egal ist, was am Ende auf einem weißen Blatt Papier zu Tage tritt, warum nicht neue Wege gehen und Techniken kombinieren, neue Farbtöne ausprobieren oder frei mit dem Pinsel herum klecksen?

Aquarell im Juli: Landschaften und Blüten

Ein weiteres Aquarellwochenende liegt hinter mir. Nach ein paar Klecksübungen zum Warmmalen (siehe Galerie Skizze & Collage) konnte ich fast vier Bilder fertigstellen. Das letzte Landschaftsbild vom Starnberger See blieb zunächst unvollendet, sodass ich es in dieser Woche in Eigenregie fertig gemalt habe. Am Wochenende musste ich einmal mehr erfahren, wie schwierig es noch für mich ist den richtigen Zeitpunkt abzupassen, bei dem man das Bild am Besten so lässt wie es gerade ist. Gerade wenn etwas in meinen Augen nicht gelungen ist, neige ich dazu einfach weiter auf der Fläche herum zu fuhrwerken in der Hoffnung, dass es besser wird. Ein bisschen mehr Mut zur Farbe und zu Kontrasten habe ich mir aber inzwischen angeeignet und ich merke, welchen Unterschied das macht. Am Ende des Malwochenendes war ich recht erschöpft von den vielen Eindrücken und der Hitze im Seminarraum. Mir hat es wieder viel Spaß gemacht und ich hoffe, das nächste Mal wieder dabei sein zu können. Fotos von den Bildern "Haus am Strand", "Starnberger See", "Bouquet" und "Feldblick" gibt es wie immer in der Galerie Aquarell.

Wortkleckse (1) Haus am Strand

Mein Haus am Strand hat keine Tür und doch kann ich hinein.

Ich mache mich ganz klein, denn nur auf diese Weise

und ganz leise zwänge ich mich durch ein Fenster.

Gespenster des nachts, geheimnisvoll am Tag. So steht mein Häuschen da.

Ich sah viele Leute tuscheln, sie verstehen nicht, warum ich es besaß.

Ich las von fremden Ländern oft, vergrub die Füße im Sand.

Bekannt war mir vieles, doch ich wusste eigentlich nicht...

Die Sicht ist klar, der Himmel rein, umringt das Haus von raschelndem Laub.

Dunstiger Staub zieht vorbei. Versonnen schaue ich auf das Meer.

Leer der Blick und voll der Kopf, fasse ich einen Beschluss.

Ich muss jetzt etwas anderes sehen und klettere hinaus.

Aus ist es mit der Illusion, ich kann es kaum verstehen.

Drehen kann ich es hin und her, doch am Ende ist es klar.

Wahr ist nur, dass ich das Häuschen einst malte.

Alte Erinnerungen füllen den Rest.

Jede Wand ist eine Tür

Am Wochenende habe ich ein paar neue Motive fotografiert und meine Serie "Lost" ausgebaut. Bei diesem Motiv galt es, die Perspektive im Auge zu behalten. Außerdem konnte ich das Schattensetzen üben, die Verlaufstechnik anwenden und eigene Farbkonzepte umsetzen. Letzteres musste ich sogar, denn ich hatte das Referenzfoto in Grautönen vorliegen, um die Kontraste besser zu erkennen. Das funktionierte soweit ganz gut. Die Farbgebung basiert größtenteils auf der einzigen unbekannten Farbe in meinem Aquarellkasten, einem ominösen Blauton. Dunkelheiten habe ich fast immer mit Indigo oder einer Mischung davon gesetzt. Gleiches gilt für die Schatten. Dazu kombiniert habe ich einen kupfrig-lachsigen Rotton und einen Grünton auf Basis des ominösen Blaus gemischt mit einem Klecks Kadmiumgelb zitron. 

 

Aus persönlichem Interesse habe ich in unregelmäßigen Abständen und in Pausen ein Foto gemacht. Diese habe ich am Ende zusammengeschnitten und vertont, damit nochmal klar wird, was so nach und nach auf dem Blatt Papier so passiert. Wenn du magst, schau dir das Bild in höherer Auflösung in der Galerie Aquarell an. Den Entstehungsprozess kannst du in nachfolgendem Video nachverfolgen oder du rufst es auf meinem Youtube-Kanal direkt auf.

Toskana: Villa Monte Nisa

Unseren Urlaub verbrachten wir in diesem Jahr in einer wunderschönen toskanischen Villa bei Montefiridolfi. Neben den Ausflügen ins Umland und nach Florenz und der entspannten Zeit im Pool, am Billardtisch und auf der Terrasse, kam ich auch ein bisschen zum Zeichnen und Malen. Von den Liegeplätzen am Pool habe ich ein paar schnelle Bleistiftskizzen machen können. Die Villa wollte ich auf jeden Fall in Aquarell festhalten, weswegen ich mir dann eines Morgens mit meinen Farben einen Platz mit gutem Blick auf das etwas erhöht liegende Haus suchte. Nach zwei Stunden brach ich den Versuch ab, denn ich wollte nicht weiter in der Sonne gar ziehen. Ein Foto war schnell gemacht und half mir später als Referenz, um die Aquarellskizze fertig zu malen. 

 

Ich war das erste Mal in der Toskana und bin sehr von der schönen Landschaft begeistert. Weinberge, Olivenbäume und Zypressen sieht man fast überall. Hier wachsen neben Agaven und anderen Sukkulenten auch viele Blütenpflanzen, die ich natürlich noch nie gesehen habe. Ich werde auf jeden Fall mein Fotoalbum nach weiteren Malmotiven durchforsten, auch wenn das Malen nach reinen Bildvorlagen nicht optimal ist. Bis dahin habe ich hier die Bleistiftskizzen in der Galerie Skizze & Collage hochgeladen, sowie die Villa Monte Nisa als Aquarellskizze in der Galerie Aquarell.

Malexkursion Botanischer Garten

Am Wochenende war ich - genau wie im letzten Jahr - wieder auf der Malexkursion im Botanischen Garten. Im letzten Jahr hatte ich mich ja an Mohnblumen und Strauchrosen versucht, daher wollte ich mir dieses Jahr auf jeden Fall ein anderes Motiv suchen. Ich setzte mich dann vor ein üppig bepflanztes Beet mit weißen Zierblumen, verblühten Lauchgewächsen, Iris und Pfingstrosen im Hintergrund. Mir war schon nach der Vorzeichnung klar, dass ich so schnell keinen anderen Platz zum Malen finden muss. :-) Ich fand es sehr hilfreich, dass ich Tipps bekam, wo noch Dunkelheiten zu setzen sind. Beim Aquarellmalen bin ich immer noch sehr vorsichtig und fange so hell wie möglich an, um mich Schritt für Schritt an dunklere Töne anzunähern.  

 

Bei der Nachbesprechung aller Arbeiten konnte man schön sehen, wie unterschiedlich an einzelne Motive herangegangen wurde. Für mich ist es eine gute Sache durch Verbesserungsvorschläge weitere Hinweise zu bekommen, wie man ein Bild gestalten kann, Fehler verbessert oder vermeidet und entscheidet, wann man letztendlich aufhört, damit man sein Bild nicht "tot malt". Im Anschluss blieb ich noch eine Weile im Botanischen Garten, um die Aquarellskizze einer Ackerwindenblüte fertig zu machen. Beide Aquarelle gibt es wie immer in der Galerie Aquarell im Großformat zu sehen.

Realität und Fiktion

Zu Beginn des Jahres konnte ich bei Renovierungsarbeiten ein paar interessante Schnappschüsse machen. Die Fotos waren eher von düsterer Stimmung und haben mich sehr an ein englischsprachiges Adventure erinnert, das ich vor Jahren gespielt habe. In diesem Spiel ging es darum, den Ausgang aus einer verlassenen und verfallenen öffentlichen Einrichtung zu finden. Dabei mussten Rätsel gelöst werden und immer wieder fand man Sprüche und Hinweise, welche an die Wände der unterschiedlichen Räume gemalt wurden.

 

Da ich sowieso Lust auf ein bisschen Rubbelkrepp hatte, war die Idee zu einer Verschmelzung dieser beiden Motive geboren. Die Schrift und einige kleinere Gegenstände habe ich maskiert, alles andere ausgespart. Was mit einer vagen Vorstellung im Skizzenbuch begann, habe ich einige Zeit später in einem zweiten Versuch mit anderem Motiv auf Büttenpapier ausgebaut. Sowohl die Aquarellskizze "Think outside the box", als auch das Aquarell "All together now" gibt es in der Galerie Aquarell zu sehen.

Römisches Wasserwerk

Landschaftsszenen und Architektur in Aquarell festzuhalten ist für mich noch nicht einfach. Daher habe ich mir vorgenommen hin und wieder nach Fotos zu arbeiten, um ein bisschen mehr Routine zu bekommen. Letzten Endes brauche ich schon vergleichsmäßig lange für Skizze, Ausführung und Farbenmischen, daher ist Pleinairmalerei noch nicht drin. 

 

Im Schwetzinger Schlosspark steht ein römisches Wasserkastell mit Aquädukt, von dem ich ein gutes Foto machen konnte. Zu Hause machte ich eine grobe Vorzeichnung mit Aquarellstiften und begann im Anschluss mit der Ausarbeitung der künstlichen Ruine. Mir gefällt besonders der kleine Wasserfall, der vor der Brücke in den See vor dem Kastell plätschert. Die Büsche und Bäume habe ich nur grob angedeutet, wie auch die steinernen Mauern und den Abhang zum Ufer.

Erste Schritte mit Procreate: Digitales Malen

Seit ein paar Monaten ist Procreate auf dem Tablet installiert und ich konnte mich schon ein bisschen mit dem Programm vertraut machen. In erster Linie habe ich es für die Gestaltung von Illustrationen verwendet, die ich für meinen Saisonkalender brauche. Nebenbei las ich das Handbuch, um neben der intuitiven Bedienung noch ein paar Tipps zu den Grundlagen zu bekommen. Das Arbeiten mit Ebenen erleichtert die Sache erheblich. Man kann einzelne Elemente jederzeit ein- und ausblenden oder löschen. Elemente auf Ebenen lassen sich bequem markieren und gesondert bearbeiten. 

 

Bei diesem Übungsbild habe ich frei herum probiert und die Erstellung von Ebenen bis zuletzt ausgereizt, denn am Ende konnte ich keine neue mehr erstellen. :-) Formen, Licht und Schatten habe ich nach Gefühl gesetzt. Einfallendes Sonnenlicht habe ich mit dem Pinsel "Lichtschimmer" hinzugefügt. Geangelt wird aber nichts: No fish today!

 

Gestern habe ich dann entdeckt, wie man den Malprozess im Zeitraffer als Video exportieren kann. Ich bin immer noch erstaunt, wie gut das funktioniert hat. Schnell noch ein bisschen Videoschnitt und schon konnte ich das vertonte Ergebnis bei YouTube hochladen. Ich bin total gespannt, was Procreate noch für Funktionen bietet. Entdeckt habe ich bereits verschiedene Zeichenhilfen, also unterschiedliche Arten an Hilfsgittern, sowie Perspektive mit Fluchtpunkt und symmetrisches Zeichnen. Mit letzterem kann man mit der Einstellung "radial" tolle Mandalas kreieren.

 

Für Interessierte hier das Video zu "No Fish Today". Alternativ kann man sich das Video direkt auf meinem Farboretum Youtube-Kanal ansehen.

Gartenaquarell

Das Gartenaquarell habe ich Anfang Mai für liebe Bekannte fertig gestellt, die zusammen ihren runden Geburtstag gefeiert haben. Die beiden haben selbst einen Garten und kennen sich gut mit Pflanzen aus, daher dachte ich, dass ich mit einem Blütenmotiv eventuell richtig liege. Das war für mich auch eine gute Übung, um das Gelernte umzusetzen. Als Referenz habe ich mir Fotos von Blumen gesucht, die mir gut gefallen und die ich mir in Kombination vorstellen konnte. Ohne Vorzeichnung geht es bei mir noch nicht, daher habe ich mir meine Aquarellstifte geschnappt, um die Komposition zu skizzieren. Im Anschluss fiel mir auf, dass ich meine normalen Farbstifte benutzt hatte, die sich eben gerade nicht mit Wasser lösen lassen. Beim nächsten Mal sollte ich mich vielleicht an der Haptik orientieren: die Polychromos sind rund, die Aquarellstifte eckig! :-)

 

Da das Gartenaquarell dann ein eher aufwändiges Projekt war, dachte ich, es sei eine gute Idee in regelmäßigen Abständen ein Foto zu machen, damit man den Entstehungsprozess beobachten kann. So etwas habe ich bisher nur einmal versucht, als ich eine Kamera habe mitlaufen lassen. Leider fehlt mir momentan ein Stativ, bei dem man die Kamera parallel zum Papier ausrichten kann. Als Ersatz habe ich gestern ein Video geschnitten, bei dem alle Fotos nacheinander überblendet werden. Man kann gut sehen, dass ich extrem hell mit dem Malen anfange und die hellen Stellen von Anfang an ausspare. Den Hintergrund sollte man möglichst parallel mit entwickeln, das habe ich ganz gut hin bekommen, wenn ich mich auch am Anfang eher auf die Blüten konzentriert habe. Am Schluss habe ich noch ein paar grüne Stellen dazu gefügt, an denen ich die Farbe mit dem Röhrchen verteilt habe. Im Hintergrund habe ich einfache blättrige Formen ergänzt und ausgespart, damit das Bild etwas mehr Tiefe bekommt. Alles in Allem bin ich sehr zufrieden damit. Mir gefällt es besonders, dass sich das Ultramarin sowohl in einer Blüte, als auch im Hintergrund findet.

 

Hier kannst du dir das erwähnte zusammen geschnittene und vertonte Video ansehen, oder du besuchst meinen Kanal direkt auf YouTube unter diesem Link: Farboretum YouTube

Aquarell im April

Am letzten Aprilwochenende habe ich erneut einen Wochenend-Aquarellkurs belegt. Die Zeit verrinnt dabei immer wie im Flug, denn zwischen den praktischen Erklärungen vertiefe ich mich jedesmal total ins Malen. Mir ist aufgefallen, dass ich tatsächlich weniger Pausen brauche, wenn ich auswärts male. Es fehlen einfach die alltäglichen Ablenkungen, sodass man gefühlt produktiver ist. Ich brauche wahrscheinlich inzwischen auch nicht mehr erwähnen, dass ich viel Spaß hatte und es immer wieder etwas gibt, was ich dazu lerne.

 

Da wir diesmal einige Anfänger dabei hatten, waren Motive dabei, die besonders dazu einluden, Wert auf das Weißlassen zu legen. Ich glaube, man kann es gar nicht oft genug betonen, wie wichtig es beim Aquarellieren ist, Stellen eben nicht zu bemalen. Und ich bin recht froh, dass unsere Dozentin jedes Mal erneut darauf hinweist. Und ja: weniger ist mehr. Eine Fläche wird nicht unbedingt besser, wenn man sie immer wieder weiter bearbeitet.

 

Wie jedes Mal begannen wir mit einigen schnellen Übungen, bei denen man sich mit dem Material vertraut macht und Techniken übt. Besonders gerne mochte ich es, die Maus zu aquarellieren. Die Baumlandschaft zu malen war besonders herausfordernd. Wir malten sie nach einer Vorlage von Hermut Geipel, dem Lehrer unserer Dozentin. Wie immer habe ich einige der Übungen in meiner Galerie Aquarell eingestellt:

  • Blumenvase (nach Christine Brandstätter)
  • Anemonen (nach Andreas Felger)
  • Blumen im Glas (nach Christine Brandstätter)
  • Maus (nach Yvonne Joyner)
  • Baumlandschaft (nach Hermut Geipel)

 

Aquarellkurs: Blüten und Landschaften nach Vorlage

Am letzten Wochenende fand wieder der Malkurs statt, den ich bereits vor einem Jahr belegt habe. Ich hatte mich im Vorfeld schon sehr darauf gefreut und hatte - ja, ich wiederhole mich - sehr viel Spaß. Die Zeit verflog dabei so schnell, dass ich kaum glauben kann, knappe elf Stunden in zwei Tagen mit Farben, Pinseln und Gleichgesinnten verbracht zu haben. Dass wir diesmal echte Blüten als Vorlage zur Verfügung gestellt bekamen, hat mir besonders gut gefallen. Das ist für mich noch eine größere Herausforderung und ich habe das Gefühl, dass ich damit am Besten meinen Sehsinn schulen kann. Wie immer begannen wir mit ein paar Aufwärmübungen (siehe Galerie Skizze und Collagen: Rote Blüten, Klecksfiguren, Aquarellkleckse).

 

Witzigerweise haben wir diesmal auch mit Rubbelkrepp gearbeitet, wo ich noch kurz vor Kursbeginn entschieden habe, diesen zu Hause zu lassen, da wir ihn bisher nie benutzt hatten. :-) Den "Schneezaun" werde ich bald nochmals malen, um den Himmel noch etwas besser hin zu bekommen. Vielleicht auch in kleinerem Format, um durch die schnelle Trocknungszeit nicht in Stress zu geraten. Alle Arbeiten vom Wochenende gibt es hier zu sehen: Galerie Aquarell (Anemonen, Margeriten, Winterzaun, Winterlandschaft).

 

Ansonsten warte ich gerade auf meine Postkarten, die ich von einigen meiner Aquarelle in den Druck gegeben habe. Ich bin schon sehr gespannt und hoffe, dass die Farben gut herauskommen. Ein bisschen Glück spielt da absolut mit, denn mit meinem Drucker zu Hause lassen sich keine guten Drucke reproduzieren. Das heißt, ich verlasse mich im Wesentlichen auf die Dateiansicht des PDFs am Bildschirm. Und jeder Grafikdesigner würde spätestens jetzt die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. :-) Des Weiteren arbeite ich nebenher an meinem neuen Projekt. Ob ich es umsetze, ist momentan noch unklar. Falls ja, wird es hier dazu auch bald mehr geben. Bis dahin liebe Grüße an alle!

 

 

Aquarellkurs im Dezember

Im Dezember hatte ich wieder sehr viel Spaß am Aquarellmalen. Das Wochenendseminar gefiel mir wieder richtig gut und die Zeit verging wie im Flug. Jedes Mal ist es so interessant, was die anderen Kursteilnehmer bei gleicher Aufgabenstellung auf das Papier bringen. Diesmal gab es beispielsweise eine Teilnehmerin, die sich bei der Farbwahl ausgelebt hat. Ich zähle mich selbst  zu denen, die noch eher "brav" malen, daher inspirieren mich solche Bilder dann umso mehr. Mir ist außerdem noch gut in Erinnerung, dass wir erklärt bekamen, wie man runde geometrische Gefäße darstellt und dass man den Pinsel - vor allem bei der Verlaufstechnik - ruhig komplett benutzen soll. Schließlich hat man ihn auch komplett bezahlt. :-) 

 

 

 

 

 

 

 

 

An diesem Wochenende haben wir einige kleine Übungen gemacht und im Anschluss nach Vorlagen gemalt. Eigentlich sah der Kurs vor, insbesondere Blüten, Pflanzen und Landschaften nach Vorlagen zu aquarellieren. Ich hatte aber noch eigene Fotos dabei und Lust, mich an einem Interieur zu versuchen, da ich das in dieser Technik noch nie gemacht habe. Also sind folgende Bilder entstanden:

  • Rosenstrauß
  • Wohnzimmer
  • Winterpfad

Wie immer gibt es diese in der Galerie Aquarell zu sehen.

 

Zentangle kombiniert mit Buntstiftzeichnung

Mit Zentangle habe ich in den vergangenen Jahren schon experimentiert. Das ist wirklich eine schöne Technik, um den Kopf frei zu bekommen. Außerdem muss man sich um die Farbgebung keine Gedanken machen und hat keine Wahl, als einmal zu Papier gebrachte Striche so wie sie sind stehen lassen zu müssen. Denn Vorzeichnungen und Radiergummis sind verboten. ;-)

 

Im September und Oktober hatte ich dann doch Lust auf ein bisschen Farbe, nachdem ich ein Video über räumliches Zeichnen mit Buntstiften gesehen hatte. Zudem überrollte mich eine kurze Phase, in der ich es entspannend fand, kleine runde Edelstein-Cabochons zu zeichnen. Zugegeben, bei der Zeichnung "Leben" (links neben diesem Text zu sehen), habe ich die Zentangle-Elemente dann doch teilweise vorgezeichnet. Keine Richtlinie ohne Ausnahme, oder? Die drei anderen Zeichnungen gibt es wie immer in der Galerie Illustration zu sehen.

Insekten auf Holz

Im September habe ich wenig gezeichnet. Der Herbst war einfach noch viel zu sonnig, als dass ich mich oft ins Nordzimmer zurückgezogen hätte. Ich wollte ja schon lange das Fotopotch-Medium ausprobieren und habe dann Illustrationen von Insekten vor Sonne und Mond auf Sperrholzplatten übertragen. Die Freistellung machte ich mit GIMP. Der erste Versuch ging schief. Zum einen hatte ich vergessen, die Bilder zu spiegeln, zum anderen hatte ich wohl nicht genug Medium aufgetragen, sodass beim Entfernen des Papiers kleine Fetzen der Zeichnung mit ab gingen. Mit dem zweiten Versuch war ich dann sehr zufrieden und das Holz ließ sich im Anschluss gut zu sägen. 

Illustrierter Spruchkalender 2018 und eine Karte zur Diamanthochzeit

Ich melde mich aus einer zweiwöchigen Urlaubspause zurück. In dieser Zeit habe ich kaum einen Zeichenstift in die Hand genommen, geschweige denn einen Pinsel geschwungen. Daher dachte ich, dass nun der perfekte Zeitpunkt wäre, weit Zurückliegendes nachzuholen.

 

Ende letzten Jahres illustrierte ich einen kleinen Spruchkalender für meine Eltern mit Sprüchen, die mir gefielen und die ich über das Jahr gesammelt hatte. Meine Mutter war nun so lieb und hat mir nachträglich alle Kalenderblätter abfotografiert, sodass ich sie jetzt hochladen kann. Beim Bearbeiten der Fotos habe ich total Lust bekommen, einen neuen Kalender für nächstes Jahr zu gestalten. :-)

 

Jetzt im Sommer habe ich außerdem eine Karte für eine Diamanthochzeit gestaltet. Es wurden dabei die klassische Motive Diamant und rote Rose gewünscht und es hat sehr viel Spass gemacht, dazu die Salztechnik auszuprobieren. Alle dreizehn Bilder gibt es wie immer hier zu sehen: Galerie Illustration.

Von urlaubsreifen Birnen und unendlichen Weiten

Ich komme in letzter Zeit nicht vom Aquarell weg. Beim Aufräumen fiel mir ein über Jahre verschollenes Aquarellheft  in die Hände. Ich hatte damals zu Studienzeiten Übungen daraus gemalt und irgendwie hat es mich gereizt, mich nochmals damit zu beschäftigen.

 

Der erste Streich war eine farbenfrohe Treppe. Es kostete mich unfassbare Überwindung, die Farben wie empfohlen direkt aus den Näpfchen zu nehmen. Immerhin konnte ich mich am überhängenden Strauch als Salzstreuerin versuchen, was wirklich gut geklappt hat. Diese Technik mag ich gerade ganz gern, weil das Ergebnis so überraschend ist und man den Effekt nicht im Voraus planen kann.

 

Der zweite Streich war eine Übung zu dreidimensionalen geometrischen Körpern. Eigentlich sollte man ein griechisches Dorf vor einem eher langweiligen blauen Himmel gestalten. Ich hatte schon damals nicht so viel Spaß an dem Bild, daher habe ich es thematisch etwas aufgemöbelt und eine futuristische Stadtansicht mit Sternenhimmel und Planeten kreiert. Mit Rubbelkrepp und Nass-in-Nass-Technik ist das fix gemacht und sieht doch recht realistisch aus. 

 

Zuletzt malte ich die Birne im Liegestuhl im Garten meiner Eltern, von der ich ein Foto gemacht hatte. Die Technik mit gestreutem Salz habe ich diesmal verwendet, um eine Grundlage für Lichtpunkte und zufällige Blüten im Vordergrund zu haben. Alle drei Bilder gibt es wie gewohnt hier zu sehen: Galerie Aquarell.

#4 Aquarellmalerei

Der "Montagsmalkurs" ist zu Ende und ich habe beschlossen gleich alle Übungsbilder online zu stellen (Galerie Aquarell). Wir malten an vier Nachmittagen Aquarell. Die vier Elemente waren dabei unser übergreifendes Thema:

  • Wasser: Wir lernten anhand bewegtem und ruhigem Wasser die Maskiertechnik mit Kerzenwachs und Ölkreide anzuwenden. Außerdem kam beim Malen des ruhigen Gewässers die Granuliertechnik zum Einsatz. Die war mir neu und ich bin sehr angetan vom Ergebnis, obwohl ich sie beim nächsten Mal besser auf rauem Aquarellpapier ausprobieren werde.
  • Erde: Ziel war es, Aquarellfarben zu mischen und Lasuren anzuwenden. Dabei wurden nach Belieben geometrische oder organische Formen gezeichnet und eingefärbt. Weitere Formen konnten nun darüber gelagert werden, um Farbmischungen auf dem Papier zu erzielen.
  • Feuer: Wir malten ein Feuer bei Tag und bei Nacht/ Dämmerung. Hierbei konnten wir ausprobieren, wie sich die Farben verhalten, je nachdem, ob man den Hintergrund anfeuchtet und in welcher Reihenfolge man ihn malt. 
  • Luft: Mit der Nass-in-Nass-Technik malten wir einen luftigen Hintergrund, bei dem alle Farben weich ineinander fließen. Die Blattadern der Blätter wurden dann mit Rubbelkrepp maskiert und mit derselben Technik farbig ausgefüllt. Nach Belieben konnte man Risse, Löcher oder kleine Wassertropfen hinzufügen.

 

Nebenbei gezeichnet und gemalt

In den letzten Monaten waren die weißen Wandflächen unseres Wohnzimmers doch zu dominant. Daher hatte ich überlegt ein etwas größeres Acrylbild zu malen, um das Zimmer wieder wohnlicher zu gestalten. Ich wollte unbedingt ein Naturmotiv, da wir viele Pflanzen dort stehen haben und wir Couchkissen mit pflanzlichem Dekor haben. Beim Durchblättern der Fotos vom letzten Jahr blieb ich dann an meinem Lieblingsmotiv vom letzten Urlaub an der Ostsee hängen. Es wurde im Gespensterwald aufgenommen und versprüht meiner Meinung nach schon eine fast karibische Urlaubsatmosphäre. Wenn auch die Palmen dazu fehlen. :-) 

 

In den letzten Monaten habe ich hin und wieder nebenbei gezeichnet und gemalt. Eine Skizze hier, eine Collage dort. Um etwas den Kopf frei zu bekommen, zeichnete ich unter anderem zwei Illustrationen und meine Holzpuppe. Auch diesmal habe ich alles fotografiert:

 

Aquarell im Städtischen Rosengarten

Am Wochenende nahm ich  an einem Aquarellkurs teil, der diesmal im Rosengarten stattfand. Wir hatten wieder einmal unfassbares Glück mit dem Wetter, auch wenn zwischendurch ein kleiner sommerlicher Schauer auf uns herab tröpfelte. Gleich zu Anfang stieß ein älterer Herr zu unserer Gruppe hinzu. Er war wohl neugierig geworden, denn er unterrichtete viele Jahre junge Architekten im Zeichnen. Das war ganz nett, denn er hat ergänzend noch einiges zur ersten Herangehensweise beim Zeichnen erzählt. Außerdem riet er, den Radiergummi weg zu schmeißen und sich von der Vorstellung zu trennen, dass alles auf dem Blatt so sein müsste wie in Wirklichkeit ("Sonst könnte man ja gleich ein Foto hernehmen."). :-)

 

Viele Teilnehmerinnen entschieden sich für das Malen von Rosenblüten. Ich suchte mir ein einfacheres Motiv und fand sowohl die orangefarbenen Lilien, als auch ein paar lila blühende Clematis. Das Grün habe ich ausnahmsweise nicht aus dem Kasten genommen, sondern selbst angemischt. Die Staubgefäße der Lilen waren für mich schon etwas knifflig darzustellen. Da ich die Blütenblätter zunächst sehr zart koloriert hatte, konnte ich dann aber bei der unteren Blüte ein paar Staubgefäße weiß aussparen. Bei der oberen Blüte sind diese dann in einem dunkleren Orange aufgesetzt. 

 

In der Regenpause konnten wir uns in den Pavillon im Giftgarten zurückziehen, wo wir noch gezeigt bekamen, wie man Blätter aquarelliert. Die Bilder der Lilie und der Clematis gibt es wie immer in höherer Auflösung in der Galerie Aquarell zu sehen.

Aquarell im Garten: Ebenböckhaus

Im Juni hatte ich das Glück, wieder einen Aquarellkurs mitmachen zu können. Diesmal fand er im Garten des Pasinger Ebenböckhauses statt und wir hatten tolles sommerliches Wetter, sodass wir mit Klapphockern draußen sitzen konnten. Nach zwei Zeichen- und Technikübungen suchten wir uns jeder ein interessantes Motiv.

 

Da ich so selten zum Malen von Architektur komme, entschied ich mich für eine Frontalansicht des Ebenböckhauses mit Teilen der akkurat zugeschnittenen Hecken und einer anderen Kursteilnehmerin im Vordergrund. Diese hatte eine spitz gefaltete Zeitung auf dem Kopf, um der prallen Sonne entgegen zu wirken. :-)

 

Die anderen Kursteilnehmerinnen entschieden sich unter anderem für einen eisernen Torbogen, eine Aloe-Pflanze im Topf, einen Schubkarren an der Hecke und ebenfalls für eine Ansicht des Hauses. Alle Bilder sind unter der Anleitung der Dozentin sehr gut geworden und ich hatte einen wirklich schönen erholsamen Tag. Weitere Aquarellbilder von mir gibt es in der Galerie Aquarell zu sehen.

#3 Acrylmalerei

Im Modul Acrylmalerei haben wir an vier Nachmittagen unterschiedliche Motive gemalt. Das Stilleben mit Obst war unser erstes Thema, bei dem wir neben der Komposition auch den Hintergrund nach eigenen Vorstellungen gestalteten. Auch wenn Motive mit Obst jetzt nicht unbedingt mein Favorit sind, hat es trotzdem Spass gemacht, die Früchte auf dem Blatt zu arrangieren, auf trockenem Ackerboden zu platzieren und mit Nebelschwaden zu umwölken.

 

An den nächsten Nachmittagen malten wir nach Vorlagen aus der Höhlenmalerei. Alle Übungsbilder sind in Erdtönen gehalten. Die Leinwand hatten wir bereits zuvor mit Strukturpaste und Sand vorbereitet, um einen strukturierten Malgrund zu erhalten. Der letzte Nachmittag drehte sich um Masken. Wir konnten uns dazu eine fotografische Vorlage wählen und das Motiv in Acryl umsetzen. Ich entschied mich schnell für eine gruselige afrikanische Maske mit Muscheln im Haar und auffälligem Bart. Daraus entwickelte sich dann eine von perlender Luft umgebene Wasserkreatur mit Tentakelbart und Seetang im Hintergrund. Nicht weniger gruselig. :-) Alle anderen Bilder habe ich auch in die Galerie Acryl hochgeladen.

#2 Pastellmalerei

Das Thema des zweiten Moduls des Kurses war die Pastellmalerei. So richtig anfreunden konnte ich mich bisher nicht mit dieser Technik, obwohl ich es ganz nett finde, dass die Pigmente der Pastellkreiden so leuchten und die Stimmung eines Bildes durch das Verwischen sehr weich und harmonisch sein kann. 

 

Im ersten Teil des Moduls zeichneten wir unterschiedliche in Falten gelegte Tücher und arbeiteten diese plastisch heraus. Im zweiten Teil erschufen wir Farbstimmungen mit weichen Übergängen in Himmel und Wasser und im dritten Teil zeichneten wir auf schwarzem Papier Blumen nach einer Vorlage. Erst im letzten Teil wurden alle gelernten Techniken zusammengefügt, um eine Landschaft zu malen. Alle Übungen des Moduls habe ich in die Galerie Pastell hochgeladen.

 

Ich bin ganz dankbar, etwas Neues über Pastellmalerei gelernt zu haben. Dennoch habe ich immer noch so meine Probleme damit. Zunächst einmal ist es eigentlich unmöglich, die fertigen Bilder so zu lagern, dass das Pigment an Ort und Stelle bleibt. Zwar gibt es Fixative, doch diese dürfen nur sparsam verwendet werden, da sie trotz schwacher Filmbildung die Farbgebung deutlich verändern können. Das musste ich leider auch bei meiner Frauenschuh-Zeichnung feststellen, als nach einem Schwall versprühtem Kunstharz die Farben um einige Nuancen dunkler erschienen. Zum anderen ist es aus diesen Gründen aufwändiger die Bilder zu Hause aufzuhängen, da man immer Bilderrahmen mit Passepartouts benötigt, damit genügend Freiraum zwischen Glas und Pigmenten besteht. 

 

 

#1 Bleistiftzeichnung

Im ersten Modul meines "Montagsmaler- Kurses" ging es um Zeichnung. Wir lernten zunächst anhand einer Übung die unterschiedlichen Härtegrade der Bleistifte kennen. Am darauffolgenden Nachmittag zeichneten wir Gräser und lernten, wie man Linien setzt und wie man Stängel oder schmale Blätter plastisch erscheinen lässt.

 

In der darauffolgenden Woche zeichneten wir geometrische Körper. Hierzu brachten wir eigene einfache Gegenstände mit in den Kurs. Wir lernten den körpereigenen Schatten zu setzen und vom Schlagschatten zu unterscheiden. Ich habe in diesem Zusammenhang erstmals davon gehört, dass man am besten verschiedene Tonwerte eines geometrischen Körpers - in der Regel drei unterschiedliche - auch mithilfe der Richtung der Schraffur betonen kann. Die Dozentin betonte, dass man die spezielle Struktur eines Körpers immer zum Schluss setzt und zwischen Schlagschatten und Körper eine hauchfeine weiße Linie freigelassen wird, um die beiden Flächen sichtbar und logisch zu trennen. Fotos der Übungszeichnungen gibt es in der Galerie Zeichnung.

Aquarell im Botanischen Garten

Die Malexkursion im Botanischen Garten hat mir sehr gut gefallen. Dank dem wunderbaren Sommerwetter konnten wir gut im Freiland aquarellieren. Ich habe wieder etwas dazu gelernt und fand es interessant zu sehen, wie die anderen Kursteilnehmer an bestimmte Motive heran gingen. Ich saß dann am Ende einige Stunden in der prallen Sonne bei der Heckenrose, weil ich es mir in den Kopf gesetzt hatte, die Pflanze von Nahem zu sehen. Trotzdem hat es sich gelohnt und ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Beim nächsten Aquarellkurs im Freien werde ich mir dann - wie alle anderen - auch eine extra Flasche Wasser mitnehmen. Dann muss ich nicht das Malwasser aus meiner Trinkflasche abzweigen. :-)

 

Derzeit läuft immer noch mein "Montagsmalkurs". Da ist bis heute auch einiges entstanden, was ich noch nicht fotografiert habe. Ich finde es gar nicht so trivial, die Fotografien von Zeichnungen so zu bearbeiten, dass sie mit minimalem Aufwand dem Original gerecht werden. Letztendlich habe ich einfach oft Schattenverläufe im Bild, die da nicht hin gehören. Mit Gimp kann ich zumindest einen relativ guten Weißabgleich machen, der den Grauschleier von den Farben nimmt. Ich dachte mir, dass ich die Zeichnungen und Bilder dann so nach und nach auf die Webseite stelle, damit sich der Arbeitsumfang etwas verteilt. Der genannte Malkurs teilt sich in vier Module, da bietet sich auch eine thematische Einteilung an. Das bedeutet, dass dann demnächst folgende Artikel mit zugehörigen Fotos in den Galerien online gehen werden:

  • Zeichnung mit Bleistift (Linie und Struktur, Schatten)
  • Pastellkreide (Faltenwurf und Landschaft)
  • Acrylmalerei (Stilleben und Höhlenmalerei)
  • Sonstiges gemalt im Juni

Aquarell Wochenendseminar

Ich habe kürzlich wieder einen Aquarellkurs belegt, der diesmal kompakt an einem Wochenende stattfand. Tatsächlich habe ich viel gelernt und neue Techniken ausprobiert. Die Dozentin war brillant, konnte gut erklären und hatte stets den Überblick über die unterschiedlich fortgeschrittenen Teilnehmer. Ich fand die Atmosphäre so richtig angenehm und habe mich daher sofort für nächstes Jahr, sowie für einen weiteren Kurs im Botanischen Garten angemeldet. 

 

Thematisch ging es darum nach Vorlagen zu aquarellieren. Hauptsächlich haben wir gelernt, wie man Blütenblätter mit der Verlaufstechnik malen kann. Außerdem haben wir freie Übungen zur Pinselführung, sowie zur Komposition gemacht. Am zweiten Tag lag der Schwerpunkt auf Landschaftsaquarell. Wir gestalteten Wolken mithilfe der Schwammtechnik und Gräser mit der Spritztechnik (leider habe ich noch keinen Schrägpinsel). Außerdem gab es gute Tipps zum Malen von Bäumen. So weiß ich jetzt, wie man sich das Blattwerk zurecht tupft und den Stamm plastisch gestaltet und welche Farbe man sich zu diesem Zweck zusammen mischen kann.  Wir bekamen zudem ein paar Probepapiere von Hahnemühle unterschiedlichster Qualität, um Vergleiche hinsichtlich der Farbbrillanz und Struktur zu machen.

Überblick über meine Malutensilien

 

Ich habe vorübergehend das Gästebuch und mein Kontaktformular deaktiviert. Über die letzten Monate habe ich erfolgreich jegliche Nachrichten und Benachrichtigungen bezüglich der neuen DSGVO ignoriert. Ich war mir bis vor kurzem sogar sicher, dass mich das Thema nicht betrifft. Warum? Weil ich diese Seite bewusst als private Seite konzipiert habe, auf der ich nicht die Absicht habe Daten zu sammeln oder auszuwerten. Im Wesentlichen möchte ich meiner Familie, Freunden und Bekannten eine Plattform bieten, auf der sie sich meine Bilder ansehen können. Letztendlich bin ich aber als Webseitenbetreiberin offenbar dennoch verpflichtet, Auskunft über die Handhabung privater Daten zu geben, die bei mir im Gästebuch oder über das Kontaktformular von Besuchern eingegeben werden. Bis ich eine passende Datenschutzerklärung formuliert habe, sind also diese beiden Bereiche meiner Webseite nicht verfügbar.

 

Ich konnte es mir natürlich nicht verkneifen die Webseite umzugestalten. Wenn ich schonmal am Bearbeiten bin, dann sollte sich auch optisch und inhaltlich etwas tun. Mit dem neuen Logo und der schlichten Gestaltung in Weiß, Schwarz und Grün bin ich sehr zufrieden. Artikel und Galerien haben nun mehr Raum in die Breite, was mir beim vorigen Design immer gefehlt hat. In der Rubrik "Kunst" gibt es jetzt eine Übersicht über meine Malutensilien. 

Nachgereicht im Januar

Endlich habe ich meine grafischen Arbeiten der letzten drei Monate hochgeladen. Da mir zwischendurch ein paar Scribus-Dateien kaputt gegangen sind und ich herzlich wenig Lust hatte diese zu rekonstruieren, habe ich das Update dann doch auf die lange Bank geschoben. 

 

Die letzten drei Wochen vor Weihnachten sind wie im Flug vergangen, da ich noch einen Aquarell-Kalender für 2018 als Weihnachtsgeschenk gestaltet habe. Nebenbei habe ich ein paar Weihnachtskarten selbst gemacht. Diese habe ich gleich mit hochgeladen. 

 

Die neuen Inhalte im Bereich Grafikdesign findet ihr hier, die Weihnachtskarten hier. Ich wünsche allen meinen wenigen aber treuen Besuchern ein frohes neues Jahr 2018.

Aquarell und Zentangle im Juli und August

Auf meinem "Hahnemühle Britannia 300g Aquarellblock", den ich inzwischen sehr schätzen gelernt habe, sind in den letzten Wochen ein paar Übungen zu Farbverlauf und Schichttechnik entstanden. Bisher hatte ich nur Aquarellpapiere, welche eine deutliche Körnung oder zumindest eine feine Struktur aufwiesen. Der Britannia kommt mit satiniertem, fast glattem Papier daher. Das mag ich gerade sehr gerne, denn ich habe das Gefühl, dass die Farben darauf deutlich leuchtender sind. Außerdem eignet sich das Ergebnis meiner Meinung nach besser, um Scans anzufertigen.

 

Neben einer Geburtstagskarte mit Igelmotiv, dem Fesselballon über den Wolken und einigen Übungen zu Lichtspiegelungen im Wasser habe ich mit den beiden Waldbildern nochmals gesondert die Schichttechnik ausprobiert. Dabei wird perspektivisch gesehen von vorne nach hinten gemalt. Im Gegensatz dazu ist es normalerweise üblich, mit dem Hintergrund zu beginnen. Eine weitere Übung war, aus zufälligen Farbklecksen Figuren zu schaffen. Das hat sehr viel Spass gemacht und ist zu empfehlen, um zwischendurch mal einen freien Kopf zu bekommen.

 

Im Bereich Illustration habe ich eine Hochzeitskarte hinzugefügt, die ich innerhalb der Verwandtschaft verschenkt habe. Diese habe ich im Zentangle-Stil gestaltet und bewusst nicht koloriert. Ich bin immer noch sehr froh, dass mir die Verbindung der beiden Buchstaben im Zentrum so gut gelungen ist und sie sehr schön mit dem Muster harmoniert.

 

Letztendlich gibt es noch einen Neuzugang im Bereich Grafikdesign. Auf die Coverentwürfe für das fiktive Magazin "ZEN" bin ich besonders stolz, denn ich habe sie unter anderem mit dem Programm Scribus realisiert, welches für mich immer noch absolutes Neuland ist. 

Polychromos im Juni

In den vergangenen Wochen konnte ich trotz Urlaub und Grafikdesign-Kurs ein bisschen zeichnen. Neben einigen typografischen Übungen, die ich zwischendurch gemacht habe, wurde ich mir wieder einmal meiner Polychromos von Faber-Castell bewusst. Eigentlich habe ich sie nur aus dem Schrank gezogen, um ein kleines Bild zu zeichnen, doch dann wurden drei daraus. Sie sind mir in diesem Monat die liebsten, da ich viele Stunden mit der Koloration verbracht und die Zeit sehr genossen habe.

 

Mit den Stiften habe ich im Übrigen bisher gute Erfahrungen gemacht. Sie sind sehr unempfindlich, wenn es um Minenbruch geht. Außerdem sind die Pigmente sehr schön kräftig und man kann eine große Bandbreite an Farbtönen mit nur einem Stift erzeugen. Ansonsten sind die Ergebnisse der letzten beiden Grafikdesign-Monate online, sowie ein paar kleine Illustrationen. Im Juli werde ich einiges über Layout und Editorialdesign lernen und bin schon sehr auf die nächste Aufgabe gespannt, die ich Anfang August dann auch hier zeigen kann.

Weit weg

Meditation

Bodenschatz


NEU: Grafikdesign

 

 

Ich habe mich entschieden, ein paar meiner Ergebnisse der Monatsaufgaben, welche ich im Zuge meines Grafikdesign-Kurses bearbeite, auf meine Website zu laden. Dafür gibt es seit heute eine eigene Galerie.

Gezeichnet, Februar!

Im Februar habe ich endlich "Jane Eyre" fertig gelesen. Selbst nachdem ich mir die Literaturverfilmungen angesehen hatte, kam ich offensichtlich nicht so ganz von der Geschichte los. Ciarán Hinds spielte 1997 die Rolle des Edward Rochester sehr überzeugend.

 

Da ich unbedingt das Zeichnen von Haaren üben wollte, habe ich mich an ein Foto gewagt und es entgegen meiner sonstigen Akribie mal ohne die Rastermethode abgezeichnet (Arbeitszeit etwa 5 Stunden).

 

Ich bin sehr zufrieden mit dem wirren Haar und den ernsten Augen mit den Zornesfalten, ist doch die Romanfigur abschnittweise ernst, aufbrausend und verschlossen. 

 

Neben dieser Zeichnung gibt es noch in den Rubriken "Skizzen" und "Illustration" drei neue Kleinigkeiten zu sehen. Ich hatte auf meinem Schreibtisch in den letzten Februarwochen meine schwarzen Filzer herumliegen und aus Bequemlichkeit einfach damit skizziert. Gezeichnet, Februar!

Eiskalter Januar

Im Nymphenburger Schlosspark gibt es eine Stelle, die eigentlich das ganze Jahr über von Fotografen umzingelt ist, die auf den einen Schnappschuss in der eisigen Kälte oder brütenden Hitze warten. Lange habe ich mich gefragt, wofür die Leute derartige Strapazen auf sich nehmen.

 

Eines Nachmittags kam ich wieder an dem kleinen Bach vorbei und sah einen kleinen schillernden Vogel zur Wasseroberfläche fliegen. Mit einem kleinen Fisch im Schnabel war der Kamerad auch ganz schnell wieder verschwunden. Ich bin ziemlich sicher, dass es sich dabei um einen Eisvogel handeln muss, der sich gerne nahe ruhigen Gewässern mit kleinen Fischen aufhält. Geheimnis gelüftet!

 

Das Aquarellbild zu dieser Stelle im Park ist mein Monatsliebling im Januar.

Farbklänge im neuen Gewand


Ich habe mich entschieden, die Website etwas zu verändern. Die Unterkategorien im Bereich Kunst sind nun als Galerie gestaltet. Das hat den Vorteil, dass die Bilder einzeln und in größerem Format angesehen werden können. Zudem bleibt das Format erhalten, was mir besonders wichtig war. 

 

Leider habe ich meinen Internetauftritt immer wieder sehr vernachlässigt, weshalb ich es mir zur Gewohnheit machen möchte, zumindest einmal im Monat eine Auffrischung der Inhalte vorzunehmen. Ich bin guter Dinge, dass das klappen wird.

 

Heute habe ich in allen Bereichen neue Bilder eingestellt. Mein liebster Zugang ist das Acrylbild "Bardolino", welches zwar schon seit Ewigkeiten in unserem Wohnzimmer hängt, aber durch die Glasspiegelung nie so richtig zur Geltung kommt. Umso mehr freut es mich, die Urlaubserinnerung jetzt auch digital zu haben.